Widerrufsbutton ab 19. Juni 2026

Neue Pflicht für B2C-Onlineshops

Ab dem 19. Juni 2026 tritt eine neue gesetzliche Vorgabe für Online-Verträge mit Verbraucherinnen und Verbrauchern in Kraft:

B2C-Onlineshops müssen eine digitale Widerrufsfunktion direkt im Shop bereitstellen - inklusive klar gekennzeichnetem Widerrufsbutton und geregeltem Bestätigungsprozess.

Was einfach klingt, ist technisch und rechtlich anspruchsvoll.

Wir unterstützen Sie dabei, die neue Widerrufsregelung rechtssicher, technisch sauber und systemkonform umzusetzen.

Was konkret gefordert ist

Die neue Regelung verlangt insbesondere:

  • Einen gut sichtbaren Widerrufsbutton in der Online-Oberfläche
  • Eindeutige Beschriftung (z. B. „Vertrag widerrufen“)
  • Eine leicht auffindbare Platzierung (z. B. im Kundenkonto oder bei Bestelldetails)
  • Verfügbarkeit während der gesamten Widerrufsfrist (14 Tage)
  • Ein zweistufiges Verfahren:
    1. Klick auf „Vertrag widerrufen“
    2. Klick auf „Widerruf bestätigen“
  • Automatische Eingangsbestätigung per E-Mail (inkl. Datum/Uhrzeit)
  • Abfrage nur notwendiger Angaben (keine unzulässigen Hürden)

Die Widerrufsmöglichkeit muss dauerhaft erreichbar und technisch funktionsfähig sein

Warum die Umsetzung komplexer ist als ein „Button“

In der Praxis betrifft die Regelung mehrere Ebenen:

Frontend
  • Sichtbarkeit
  • UX
  • Barrierefreiheit
  • korrekte Beschriftung
Backend
  • Verarbeitung des Widerrufs
  • Statusänderung
  • Dokumentation
  • Protokollierung
E-Mail-System
  • Automatische Bestätigung
  • Nachweisbarkeit („dauerhafter Datenträger“)
Rechtliches
  • Anpassung Widerrufsbelehrung
  • Datenschutzhinweise
  • interne Prozessdefinition

Fehlt ein Teil dieser Kette, ist die Umsetzung unter Umständen nicht compliant.

Unsere Lösung für Ihren Onlineshop

Wir bieten eine vollständige Implementierung inklusive:

  • Integration des Widerrufsbuttons
  • Entwicklung des Widerrufsformulars gemäß Vorgaben
  • Zweistufiger Bestätigungsprozess
  • Automatische Eingangsbestätigung per E-Mail
  • Dokumentation & Protokollierung (Compliance-Nachweis)
  • Unterstützung bei Text- und Datenschutzanpassungen
  • Optional: Missbrauchsschutz ohne unzulässige Hürden

Optional: Missbrauch vermeiden - rechtlich zulässig

Zulässige Schutzmaßnahmen können z. B. sein:

  • Abgleich von Bestellnummer + E-Mail-Adresse
  • Personalisierter Widerrufslink in der Bestellbestätigung (Token-basiert, zeitlich begrenzt)

So schützen Sie Ihr System - ohne unzulässige Erschwernisse.

Für wen ist das relevant?

Diese Regelung betrifft alle Unternehmen, die:

  • Online-Verträge mit Verbraucherinnen und Verbrauchern abschließen
  • physische oder digitale Produkte verkaufen
  • Dienstleistungen online buchbar machen

Kurz gesagt: nahezu alle B2C-Onlineshops.

Ist Ihr Shop bereit für 19. Juni 2026?

FAQ - zum Widerrufbutton

1. Ab wann ist der Widerrufsbutton für Onlineshops verpflichtend?

Die Pflicht zur Bereitstellung eines digitalen Widerrufsbuttons gilt ab 19. Juni 2026 für alle B2C-Onlineverträge. Ab diesem Zeitpunkt müssen Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Widerruf direkt über eine Online-Funktion im Shop erklären können.

2. Für welche Unternehmen gilt die neue Widerrufsregelung?

Die Regelung betrifft alle Unternehmen, die Online-Verträge mit Verbraucherinnen und Verbrauchern (B2C) abschließen.

Dazu zählen klassische Onlineshops, digitale Produktverkäufe, Buchungssysteme sowie Online-Dienstleistungen.

Reine B2B-Shops sind grundsätzlich nicht betroffen.

3. Wie muss der Widerrufsbutton im Shop platziert sein?

Der Widerrufsbutton muss:

  • gut sichtbar
  • leicht zugänglich
  • eindeutig beschriftet (z. B. „Vertrag widerrufen“)
  • während der gesamten Widerrufsfrist verfügbar

sein.

Er darf nicht versteckt oder nur schwer auffindbar sein.

4. Wie funktioniert der gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsprozess?

Der Prozess ist zweistufig:

  1. Klick auf „Vertrag widerrufen“
  2. Bestätigung durch Klick auf „Widerruf bestätigen“

Zusätzlich muss der Shop automatisch eine Eingangsbestätigung per E-Mail versenden, inklusive Datum und Uhrzeit.

5. Welche Angaben darf der Shop beim Widerruf abfragen?

Es dürfen nur notwendige Informationen abgefragt werden, zum Beispiel:

  • Bestellnummer
  • E-Mail-Adresse

Unzulässige Hürden oder zusätzliche Pflichtfelder sind nicht erlaubt.

6. Reicht ein Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse aus?

Nein.
Ein allgemeines Kontaktformular oder eine bloße E-Mail-Adresse genügt nicht mehr.

Die neue Regelung verlangt eine strukturierte, integrierte Online-Widerrufsfunktion direkt im Shop-System.

7. Muss der Widerruf auch ohne Kundenkonto möglich sein?

Ja.
Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen nicht verpflichtet werden, ein Kundenkonto zu besitzen oder sich einzuloggen, um den Widerruf auszuüben.

Eine Lösung kann z. B. die Kombination aus Bestellnummer und E-Mail-Adresse sein.

8. Wie kann Missbrauch des Widerrufsbuttons verhindert werden?

Zulässige Maßnahmen sind beispielsweise:

  • Abgleich von Bestellnummer und E-Mail-Adresse
  • Personalisierte Widerrufslinks mit zeitlich begrenztem Token

Nicht zulässig sind unnötige Hürden oder komplexe Identitätsprüfungen.

9. Müssen auch die Rechtstexte angepasst werden?

Ja.
Die Widerrufsbelehrung, Datenschutzhinweise und interne Prozessdokumentationen müssen an die neue Online-Widerrufsfunktion angepasst werden.

Eine rein technische Umsetzung ohne rechtliche Anpassung ist nicht ausreichend.

10. Was passiert, wenn der Widerrufsbutton nicht korrekt umgesetzt wird?

Eine fehlerhafte oder fehlende Umsetzung kann:

  • rechtliche Risiken
  • Abmahnungen
  • verlängerte Widerrufsfristen
  • Beweisprobleme
  • zusätzliche Supportaufwände

verursachen.

Eine saubere technische und rechtliche Integration ist daher entscheidend.

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